Die Tradition des Maibaums

Der Maibaum hat eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht. In der Zeit der Hexenverfolgung wurde der Baum in der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai (Walpurgisnacht), zum Schutz vor bösen Geistern aufgestellt. Dabei war es vor allem wichtig, dass die Rinde des Baumes fein säuberlich abgeschält wurde, damit sich keine Hexen und Geister darunter verstecken konnten. Einige Bauernfamilien in manchen Dörfern brachten auch Birkenzweige an ihren Viehställen an, um ihre Tiere zu beschützen. Symbolisch steht der Maibaum allerdings für die Fruchtbarkeit der Felder und wird traditionell von den örtlichen Brauchtumsvereinen aufgestellt. Früher war es der Brauch, dass der Baum aus reiner Muskelkraft nach oben gehievt wurde, dies ist heutzutage allerdings aufgrund des zu hohen Unfall- und Verletzungsrisikos nicht mehr erlaubt.

Rund um den Maibaum gibt es auch zahlreiche Bräuche. Angefangen vom Maibaumstehlen, den Maienbäumen, die von Männern vor den Fernstern ihrer Angebeteten als Zeichen ihrer Liebe aufgestellt werden, bis hin zum Maibaum umschneiden.
Beim Maibaumstehlen gibt es verschiedene Regeln, die von Ort zu Ort verschieden sind. Einige davon besagen zum Beispiel, dass er als Ganzes und ohne Motorsäge gefällt werden muss. Wird er Baum einmal gestohlen, so ist er bei den Dieben, meist mit einer Kiste Bier, auszulösen. Geschieht das nicht, so dürfen die Diebe den Baum als Trophäe in ihrer Gemeinde aufstellen.

Auch in Mauterndorf findet am 10. August 2019 das Maibaum umschneiden statt. Ab 17:00 Uhr kann man es sich beim Dämmerschoppen der Landjugend Mauterndorf-Tweng gut gehen lassen. Neben der musikalischen Umrahmung der Musikgruppe „Die Voigas Böhmische“ gibt es auch das Maibaum-Rennen. Dabei müssen die Teilnehmer versuchen auf dem immer dünner werdenden Stamm, des um geschnittenen Maibaums, so weit und so schnell wie möglich entlangzulaufen. Der, der es am schnellsten am weitesten nach vorne schafft gewinnt. Für das leibliche Wohl der Gäste wird natürlich ebenfalls gesorgt.

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