Die geschnitzte Heiligengeisttaube – auf lungauerisch „Suppenbrunzer“

Heiligen Geisttaube

Du wirst dich fragen, was mit diesem Begriff gemeint ist? Was hat es mit diesem Holzvogel auf sich? 

Schon in der Bibel ist die Rede davon, dass Jesus den Heiligen Geist wie eine Taube vom Himmel herkommen sieht. Und so findet auch die geschnitzte Heiligengeisttaube ihren Platz im Hergottswinkel oder über dem Familientisch, um ihren Segen über die darunter sitzenden Menschen ausbreiten zu können.

Die Lungauer Bauern pflegten den Suppentopf in die Mitte des Esstisches zu stellen und alle aßen gemeinsam aus dem Topf. Wurde der Topfdeckel herunter genommen, stieg der Dampf hoch und sammelte sich auf der Taube. Mit der Zeit tropfte nun der kondensierte Dampf wieder zurück in die Suppe. Und für die Bauersleut war klar:

Der Heilige Geist hat in die „Suppe brunzt“ und sie gesegnet.

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