Anglöckeln im Salzburger Lungau als vorweihnachtlicher Brauch

Das Anglöckeln ist heut bei uns ein beliebter vorweihnachtlicher Brauch, den vor allem Kinder und Jugendliche vor Weihnachten ausüben. Als Hirten verkleidet, gehen sie von Haus zu Haus, singen Adventlieder, wünschen Glück und Segen und kündigen damit auch die Geburt von Jesus Christus an. Dabei erhalten sie oft eine kleine Labung und kleine Gaben.

Ein alter Brauch

Belege für das Anglöckeln gehen bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück. Ursprünglich zogen im Winter schlecht Verdienende umher, die durch die Brauchübung nützliche Dinge bekamen. Das Anglöckeln oder Anklöckeln (von klophon, klöcken = klopfen) war im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit für viele Menschen überlebensnotwendig. Auch ging es beim Anglöckeln nicht immer friedlich zu, es gab sogar Tote, und die Obrigkeit verbot mancherorts das Anglöckeln.

Bei uns waren gestern die Anglöckler des Jugend Rot Kreuzes Lungau. Sie stimmten einige Lieder an und bedankten sich nach einer Jause für die gute Bewirtung.

Am Mittwoch, den 23. Dezember 2015 kehren die Anglöckler um 19.30 Uhr ins Landhotel Steffner-Wallner ein. Das Ramingsteiner Männerquartett kündigt das Weihnachtsfest musikalisch mit Gedichten und gelesenen Geschichten an.                        Familie Steffner- Wallner freut sich auf viele Gäste und Zuhörer.

In diesem Sinne noch ein Gedicht zum Nachdenken:

Anglöckler vor Weihnachten

Anglöckler im Salzburger Lungau

Herbergsuche

Herbergsuche im Salzburger Lungau

 

Ich wünsche mir in diesem Jahr

mal Weihnacht‘ wie es früher war.

Kein Hetzen zur Beschehrung hin,

kein Schenken ohne Herz und Sinn.

 

Ich wünsch’ mir ein kleines Stück

von warmer Menschlichkeit zurück.

 

Ich wünsche mir in diesem Jahr

`ne Weihnacht, wie als Kind sie war.

Es war einmal, schon lang ist’s her,

da war so wenig so viel mehr.

Autor unbekannt

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