Osterbräuche in Mauterndorf – Ratscherbuam und Osterfeuer

Lautstarkes Brauchtum

Die „Ratscher Buam“ im Lungau sind junge Burschen , die von Karfreitag bis Karsamstag um 05:00 Uhr, 11:00 Uhr, 12:00 Uhr und 14:00 Uhr durch das Dorf ziehen um die Kirchenglocke mit lauten Ratschen zu ersetzen. Dafür werden Kastenratschen eingesetzt, die in vorgegebenen Rythmen (Gsatzln) gedreht werden müssen.
Um 05:00 Uhr in der Früh werden die Dorfbewohner mit einem lauten Ave Maria (Gegrüßet seist Du, Maria) geweckt!
Es gibt eine Hierachie innerhalb der Gruppe. Anführer der Ratscher ist der sogenannte „Altmeister“, der älteste der Gruppe, der das größte Gebiet hat. Danach folgt der „Meister“, der Stellvertreter des Anführers. Danach folgen die Gebietsratscher, die ein zugewiesenes Ortsgebiet zu versorgen haben. Allen steht jeweils ein „Taschentrager“ zur Seite, der dem „Ratscher“ behilflich ist.

Feuerbrauchtum

Das auf einen heidnischen Feuerbrauch zurück gehende Osterfeuer wird immer in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag entzündet um die Auferstehung Jesu zu feiern. Die kunstvoll gezimmerten Osterfeuer, welche nur im Lungau so aufgezimmert werden, werden nach der Auferstehungsmesse mit dem geweihten Feuer entzündet. In Mauterndorf gibt es ein Osterfeuer, welches von der Landjugend gebaut wurde und bei der Ortsumfahrung Mauterndorf steht.

Das Bloggerteam des TVB wünscht frohe Ostern und schöne Feiertage.

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